Fotografen365.com – Wie alles begann

„Kannst du mir helfen einen guten Fotografen zu finden?“

Diese Frage hörten wir häufig.

Wir hatten gerade unsere Ausstellung der „Bad Sodener Köpfe“ beendet. Ein fotografisches Portrait von hundert Personen aus unserer Stadt in der Nähe von Frankfurt.

Es war ein künstlerisches Fotoprojekt gewesen, nicht-kommerziell und den daraus erwirtschafteten Überschuss hatten wir der lokalen Musikschule spenden können. Das Ergebnis hatte ein erfreuliches Medienecho und einen Besucherrekord während der Ausstellung verzeichnen können.

Fotografie war in meinem Fall schon immer eine große Leidenschaft gewesen, nur führte mich der Studienweg in den naturgemäß etwas weniger kreativen Bereich der Betriebswirtschaft. Es sollte aber ein Hobby bleiben, deswegen wollte ich auch nicht auf regelmäßiger Basis Fotoaufträge annehmen.

Ja, natürlich kenne ich großartige Fotografen. Aber die sitzen nicht immer dort, wo man sie braucht und außerdem kommt es ja auch auf die Aufnahmesituation an.

Ein guter Hochzeitsfotograf ist ja nicht zwangsläufig der größte Architekturfotograf.

Wie findet man also die Fotografen, die zu einem passen? Leute fragen, die einen kennen. Natürlich Google? Gelbe Seiten? Nicht sehr überzeugend.

Es gibt an die zehntausend Fotografen allein in Deutschland. Die Zahl schwankt nach Quelle, aber das scheint kein unrealistischer Wert sein. Wie findet man die eigentlich?

Die großen Firmen oder Agenturen haben ihren Rolodex. Privatpersonen und kleine bis mittlere Unternehmen haben das nicht.

Ich fing an zu recherchieren.

Es gibt eine ganze Reihe von Portalen, die gut gemacht sind, darunter vom Bundesverband Freie Fotografen und Filmgestalter e.V. (bff.de), Freelens (freelens.com), und verschiedene private Initiativen wie dasauge.de oder Berufsfotografen.de.

Daneben gibt es jede Menge Fachportale für Hochzeiten, Schulfotografie und die üblichen Verdächtigen. Und es gibt eine ganze Reihe von verwaisten Fotografenverzeichnissen, die es nie über die ersten Einträge hinaus geschafft haben. Teilweise sehr gut gemacht und zum Teil.. naja.

Was uns aber auffiel: Besonders einfach ist es trotzdem nicht, einen geeigneten Fotografen, möglichst in der Nähe und möglich gut in dem Gebiet, in dem man die Aufnahmen haben möchte, zu finden. Ja, man kann filtern und sortieren, aber trotzdem hat mal wieder zehn Browsertabs gleichzeitig auf und wühlt sich durch die Webseiten der Fotografen. Und die sind wiederum sehr unterschiedlich gestaltet, vor allem von der Art her, wie die eigenen Fähigkeiten dargestellt werden.

„Siri, zeige mir eine Zusammenstellung der Hochzeitsportfolios der Fotografen in meiner Nähe. Siri, mir gefällt der Stil von diesen 20 Bildern besonders gut. Zeige mir die Fotografen dahinter. Ah, diese 20 Bilder wurden von 4 unterschiedlichen Fotografen gemacht, die sich im Umkreis von 25 Kilometern befinden. Siri, schicke eine Email an diese 4 Fotografen und frage, ob sie am 1. Juli einen Termin frei haben für unsere Hochzeit. Und falls ja, sollen sie mich bitte kontaktieren, damit wir alles weitere besprechen können. Und Siri, schicke bitte gleich die Bilder mit, die meiner Frau in ihrem Portfolio so gut gefallen haben, damit sie wissen, was so unser Stil ist.“

So stellten wir uns ein einfaches System vor.

„Siri, wir brauchen aktuelle Food Aufnahmen für unsere neue Webseite. Zeige mir doch mal, wer bei uns im Umkreis schöne Foodaufnahmen macht.“ Siri zeigt vierzig Bilder. „Dieser besondere Stil gefällt mir sehr gut. Siri, wer hat diese Bilder gemacht? Ah, diese Fotografin aus München. Bitte schreibe ihr und bitte sie uns zu kontaktieren, damit wir besprechen können, welche Angaben sie für ein Angebot noch braucht.“

So muss es doch eigentlich laufen.

Also beschlossen wir, so eine Lösung selber aufzubauen. Ok, mit Siri geht es noch nicht aber wir wollten eine Web Anwendung schaffen, die so bestechend einfach ist, dass es animiert, häufiger gute Fotografen einzusetzen. Uns fiel immer wieder auf, wie sehr Menschen Fotos lieben, sie aber irgendwie (bis auf Freunde und Bekannte) nicht wissen, wie sie mit dem Theme „Fotografen“ umgehen können. Das wollten wir ändern.

Nach einer mehrmonatigen Recherche- und Spezifikationsphase machte sich ein Team von Programmieren und Designern an die Arbeit. Das Ergebnis ist die heute freigegebene Beta-Version von Fotografen365.com.

Damit ist aber erst ein kleiner Teil der Arbeit getan. Das schönste „Fotografen-Findungsprojekt“ hat nur wenig Nutzen, wenn von den zehntausend Fotografen in Deutschland nur fünfhundert dabei sind. Die Frage war also, wie schaffen wir es möglichst viele Fotografen für unsere Plattform zu begeistern?

Eine Vielzahl von Gesprächen mit Fotografen zeigte uns, dass es ein gewisses und manchmal sogar hohes Misstrauen gegenüber Fotografen Portalen gibt.

Die meisten Portale haben eine kostenlose Basisvariante, werden aber kostenpflichtig, wenn die Darstellung etwas prominenter erfolgen soll. Oder sie sind eigentlich nur Anhängsel einer anderen Dienstleistung und sollen Webseitentraffic bringen.
Und auch wenn der Jahresbeitrag noch unter Xing liegt und sich eigentlich schon beim ersten dadurch generierten Zusatzauftrag lohnen müsste, herrscht Skepsis.

Die Zahlungsbereitschaft im Internet ist ein schwieriges Thema. Verlage kämpfen seit langer Zeit mit „Paywall“ oder nicht und was gab es für einen Aufschrei, als What’s App einen Euro pro Jahr verlangt hat! Jeder weiß, dass der tägliche Kaffee teurer ist.

Uns war sehr schnell klar, das dieses Projekt nur gelingen konnte, wenn wir den Service sowohl für Suchende als auch für Fotografen kostenlos anbieten können.

Ohne kostenpflichtige Zusatzleistungen, nervende Pop-up Werbung oder sonstige Premiumoptionen.
Also haben wir beschlossen, den Service in allen Ausprägungen kostenlos anzubieten. Für Suchende sowieso aber auch für die Fotografen.

Wir verfolgen damit zwei Ziele.

Zum einen wollen wir erreichen, dass sich jeder Fotograf registrieren kann, ohne darüber nachdenken zu müssen, ob es sich lohnt oder nicht.

Zum anderen wollen wir dadurch den Suchenden ein Platform bieten, die es ihnen erlaubt, vor allem auch örtliche Fotografen leicht zu identifizieren. Und das erfordert eine kritische Masse.

Mit dem heutigen Start der Beta-Phase bieten wir die Möglichkeit, Fotografen365.com zu testen und uns Feedback zu geben.
Wir bedanken und schon jetzt für alle Verbesserungsvorschläge und Rückmeldungen.

Lasst uns gemeinsam eine Fotografen Plattform schaffen, die es so leicht wie noch nie macht, den perfekten Fotografen zu finden!

Bilder waren immer wichtig und werden es auch immer bleiben. Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, dass Erinnerungen nie aufhören.

Related Posts