Videos und die immer kürzer werdende Aufmerksamkeitsspanne

Wir sind gerade dabei, die Videos für die Webseite fertigzustellen. Ein sehr interessanter Prozess, weil man mit professionellen Textern und Sprechern zu tun hat, was im Fotografenberuf eher seltener anzutreffen ist.

Wir haben uns frühzeitig dazu entschlossen, neben den üblichen Tutorialvideos auch sogenannte „Erklärvideos“ sowohl für Fotografen-Suchende als auch für die Fotografen selber zu erstellen.

Der Grund liegt zum einen darin, dass Besucher oft eine Webseite blitzschnell wieder verlassen, wenn es kein Video gibt, das den Zweck der Seite in 60-90 Sekunden erläutert. Lesen scheint ein wenig aus der Mode gekommen zu sein. Aber in der Tat erlauben es solche Videos, einen Besucher sehr schnell mit der Materie vertraut zu machen und ihn für sich zu gewinnen.

Zum anderen ist uns aber auch sehr daran gelegen, Appetit auf handwerklich gut gemachte Fotos zu wecken. Und das geht natürlich gut mit einem Video.

Viele Erklärvideos sind heute animiert. Entweder beauftragt man eine darauf spezialisierte Firma, oder man lernt den Umgang mit einer von vielen Animation Programmen oder Websites. Das eine ist teuer, das andere braucht viel Zeit.

Während die Erklärvideos früher sehr aufwendig produziert wurden und entsprechend teuer waren, hat sich die Technik rasant weiterentwickelt, sodass auch kleine Firmen ein Willkommensvideo anbieten können. Die zum Teil kostenlosen Tools Animatron als auch Powtoon bieten alles an, um einfache Videos selbst zu erstellen. Allerdings muss man sich schon ein wenig in die Materie einarbeiten, ganz so einfach wie die Hersteller ihr Produkt bewerben ist es leider nicht.

Für Fotografen scheint mir ein Animationsfilm eher wenig geeignet. Aber dafür hat ja fast jeder die Videofunktion in der Kamera mit eingebaut und kann selber filmen. Für die Vertonung gibt es genügend Anbieter von Stock-Musikanten, ich nutze gerne Audioblocks und Komponisten, die direkt über ihre eigene Webseite ihre Musikstücke vertreiben.

Da ich kein professioneller Videoschneider bin, arbeite ich gerne mit Screenflow. Die Software ist zwar eigentlich bekannt dafür, Bildschirmaufnahmen für Video Podcasts oder Tutorials anzufertigen, eignet sich aber auch ganz hervorragend für den Videoschnitt. Für das Zurechtschneiden der Musik ist das Open Source Programm Audacity erste Wahl.

Aber nochmal zurück zur Aufmerksamkeitsspanne. Deswegen machen wir ja gerade das Video.

Aufmerksamkeitsspanne sinkt unter Goldfisch-Niveau meldete t3n im Mai 2015 und bezog sich dabei auf eine Microsoft Studie. Und Videoboost schrieb, dass die Spanne beim Goldfisch ganze 9 Sekunden beträgt, beim Menschen aber nur noch 8.

Wie genau man das beim Goldfisch misst, muss ich mir mal genau durchlesen, dafür reichte leider meine Aufmerksamkeitsspanne nicht. Als Tipp #1 wird daher Geschichtenerzählen empfohlen. Am besten mit einem Video.

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